Das war unsere Jubiläums-Sommerbühne 2018!!

Begeisterte Zuschauer – glückliche Akteure beim viertägigen Festival am Odenwälder Freilandmuseum

 Insgesamt zwölf Bühnen-Acts erlebte das Publikum an vier Veranstaltungstagen im Theaterzelt am Weiher in Gottersdorf:

Zwei Nachmittage mit ausverkauftem Theaterzelt beim Tanztheater „Däumelieschen“ – 18 Schülerinnen der Körper- und Bewegungsschule Eva Sweazey tanzten das traumhaft schön inszenierte Märchen um das daumengroße Mädchen und verzauberten Klein und Groß mit ihren leichtfüßigen Darbietungen bei außergewöhnlich stimmiger Musik verschiedener Epochen.

Inklusion wurde groß geschrieben beim Gastspiel von TEJADER, der Lebenshilfe e.V.-Theatergruppe unter Leitung von Pädagogin Ann-Kathrin Beyersdorfer. Eigens auf die Pepperoni-Bühne angepasst und mit kleinerer Besetzung wurde eine Wiederaufführung bei bestem Sommerwetter zu einem großen Vergnügen für die rund 100 Zuschauer.

Wo ist Kniesebeins Badewasser“ -diese Frage beantwortete das Fünf-Finger-Theater mit den pfiffigen Handpuppen rund um den Kasper, die Räuber, Hexe Kniesebein und viele sympathische Tiere des Waldes. Schuld am Desaster war der Biber und es gab viel zu lachen im Theaterrund, als das vergnügte Publikum erfuhr, dass dem eifrigen Nager einfach nur die Zahnbürste abhanden gekommen war.

Den Gästen der sehr attraktiven Abendprogramme wurden im Jubiläumsjahr der Pepperoni-Truppe tatsächlich Außergewöhnliches geboten. Am ersten Sommerbühnenabend die Formation „Soul Diamonds“ um Bandleader Obi Jenne. Funk, Soul, Jazz und Blues brachten die international agierenden Musiker ins Theaterzelt und eroberten besonders die Herzen der bewegungsfreudigen Konzerthörer.

Mit der Compagnia Due aus dem Tessin gab es den megagroßen Spaß mit zwei unvergleichlichen Clowns zum Verlieben: Andreas Manz – aus Walldürn stammend und seit dem Jahr 1983 während seiner Lehrzeit eifriger Mitspieler beim damaligen Kinderzirkus Pepperoni in Walldürn – kam mit Bernard Stöckli seinem Bühnenpartner seit zwei Jahrzehnten nach Gottersdorf.

Und auch die Pepperoni-Eigenproduktion hatte den nötigen scharfen Biss (und die feine pikante Note). Mit „Do hoscht‘s“ wurden in einer Inszenierung von David N. Koch (Köln) Mundartszenen der hiesigen Pepperonispieler zu einem dreiviertelstündigen Schauspiel verdichtet und mit musikalischer Unterstützung der live-Band zu einem peppigen Spiel um Dialekt und heimatliches Selbstbewusstsein auf die Theaterzeltbühne gebracht.

Der Publikumsliebling seit Jahren – die „Talentbühne“ – feierte mit Newcomer Manuel Sturm im aufgefrischten Stil einen beeindruckenden Erfolg; stellte der smarte Conferencier doch die regionalen Talente in den Mittelpunkt seiner Show und ließ damit alle Bühnenauftritte zu einem Erlebnis mit hautnahen Darstellern, Interpreten und Autoren werden.

An drei Abenden spielten zum Ausklang ab 22 Uhr die Late Night Bands „Acoustic open“, „Colours“ und „Rainer Pusch & die Üblichen Verdächtigen“ – als absolute Premiere bei den Pepperonis konnte „Burning up“ das Publikum als Vorband zum Mundarttheater bestens unterhalten.
Alle Sommerbühnengäste hatten Gelegenheit, sich bei regionalen Spezialitäten im Pepperoni-Bistro in den Pausen und vor und nach Aufführungen mit frischen Zubereitungen verwöhnen zu lassen.